| Wehrpflicht | Dieser Text beschreibt Wehrpflicht. Der untere Text beinhaltet die Wehrpflicht Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Wehrpflicht Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Wehrpflicht fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Wehrpflicht möglichst ausführlich zu halten.
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Wehrpflicht ArtikelAls Wehrpflicht bezeichnet man die Pflicht für einen gewissen Zeitraum in der Armee eines Landes zu dienen. Ob und für wen eine Wehrpflicht besteht ist in verschiedenen Ländern unterschiedlich geregelt:
Buch-Tipp: Die Wehrpflicht Umfassende Aufarbeitung der Wehrpflichtgeschichte Schwerpunkt dieses Buches ist die geschichtliche Entwicklung der Wehrpflicht. Das in der Reihe "Beiträge zur Militärgeschichte" erschienene Werk gibt einen umfassende Überblick über die historischen Wurzeln der Wehrpflicht in Europa. In dem ersten Teil beginnt der Herausgeber sein Werk... |
Buch-Tipp: Die kasernierte Nation. Militärdienst und Zivilgesellschaft in Deutschland Tiefe Einblicke in die Geschichte der Wehrpflicht Dass man ohne Blick in die Vergangenheit die Gegenwart nicht verstehen kann, ist inzwischen Gemeingut geworden. Darum ist es für politische Entscheidungsträger sinnvoll, sich mit der Geschichte der Wehrpflicht auseinander zu setzen. Ute Frevert macht in ihrem Buch deutlich, dass Wehrpflicht nicht... |
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Wehrpflichtig sind alle Männer vom vollendeten 18. Lebensjahr an, die Deutsche in dem Sinne des Grundgesetzes sind und
- ihren ständigen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben oder
- ihren ständigen Aufenthalt außerhalb der Bundesrepublik Deutschland haben und entweder
- ihren früheren ständigen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland hatten oder
- einen Pass oder eine Staatsangehörigkeitsurkunde der Bundesrepublik Deutschland besitzen oder sich auf andere Weise ihrem Schutz unterstellt haben.
(§1, Satz 1 Wehrpflichtgesetz (WPlfG)
Buch-Tipp: Eingezogen. Erinnerungen eines NVA - Soldaten Satire, Humor und Nachdenkliches gepaart Nun, freilich das Leben des hier EINGEZOGENen ist nicht heroisch oder besonders spektakulär verlaufen, es handelt sich hier auch nicht um einen Berufssoldaten. Jedoch hat der Autor ganz andere Beleuchtungspunkte in dem Sinn, als pures Abenteuer. Mit feinem Gespür werden Alltagssituationen, menschliche Charaktere,... |
Erfüllung der Wehrpflicht | |
Die Wehrpflicht wird durch den Wehrdienst oder in dem Falle des § 1 des Kriegsdienstverweigerungsgesetzes vom 28.02 1983 durch den Zivildienst erfüllt. Die Dauer des Grundwehrdienstes beträgt heute 9 Monate, der Zivildienst muss 10 Monate geleistet werden. Ab 1.10 2004 wird nach einem am 1.07 2004 verabschiedeten Gesetz auch die Dauer des Zivildienstes auf 9 Monate reduziert.
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- Zeitleiste der Wehrpflicht-Dauer in der BRD von 1957 bis heute
- Quellen:
- http://www.bundeswehr.de/forces/grundlagen/wehrpflicht/wd_geschichte.php
- http://www.bmfsfj.de/Politikbereiche/zivildienst,did=11656,render=renderPrint.html
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Wehrpflicht-Dauer in der Bundesrepublik Deutschland von 1957 bis heute. (in Monaten)
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Buch-Tipp: Eisernes Kreuz und Davidstern: Die Geschichte Jüdischer Soldaten in Deutschen Armeen Rezension von Diana Nusko in: Wiss. Literaturanzeiger v. 09. 10. 07 "Die deutsch-jüdische Geschichte ist von jeher auch eine Geschichte des fortlaufenden Kampfes der Juden um Gleichberechtigung und Anerkennung. In einer Gesellschaft, in der Juden immer als Bürger zweiter Klasse betrachtet wurden, hofften diese, durch den Eintritt in den Militärdienst,... |
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Die Wehrpflicht endet mit Ablauf des Jahres, im der Wehrpflichtige das 45. Lebensjahr vollendet, bei Offizieren und Unteroffizieren im das 60. Lebensjahr vollendet wird.
Im Verteidigungsfall endet die Wehrpflicht mit Ablauf des Jahres, im der Wehrpflichtige das 60. Lebensjahr vollendet.
Buch-Tipp: Frauen zu den Waffen? Die Beschreibung für das Buch " Frauen zu den Waffen?" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster. |
Was bedeutet 'Erfüllung der Wehrpflicht' | |
Die Pflicht zur Dienstleistung umfasst
- den Grundwehrdienst (§ 5 WPflG)
- Wehrübungen (§ 6 WPflG)
- Einzelwehrübungen
- Besondere Auslandsverwendungen
- im Verteidigungsfall den unbefristeten Wehrdienst
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Müssen auch Ungediente in dem Verteidigungsfall Wehrdienst leisten? | |
Ja, ungediente Wehrpflichtige gehören zur Ersatzreserve. Wehrpflichtige, die in der Bundeswehr gedient haben, gehören zur Reserve. Die übrigen gedienten Wehrpflichtigen gehören zur Reserve, sobald über ihre Heranziehung zu dem Wehrdienst auf Grund der Wehrpflicht entschieden ist.
Buch-Tipp: Soldat der Zukunft Eine Beschreibung zum Buch " Soldat der Zukunft" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet. |
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Die politische Diskussion, die Bundeswehr in eine reine Berufsarmee umzuwandeln, stellt die Wehrpflicht in Frage. Da stets weniger junge Männer eines Jahrgangs tatsächlich zu dem Wehrdienst eingezogen werden, beklagen Kritiker die mangelnde Wehrgerechtigkeit bei der Auswahl der Rekruten.
Für eine ausführlicher Darstellung, siehe: Wehrgerechtigkeit
Buch-Tipp: Wehrpflicht- und Soldatenrecht (WehrR) Umfassend und uebersichtlich Strukturiert Die Rechtssammmlung enthaelt eine detaillierte und zusammenhaengende Einfuehrungins Themengebiet. Das strukturierte Layout, verbunden mit einem nahezu vollstaendigen Stichwortverzeichnis ermoeglichen das schnelle Auffinden der relevanten Passagen in dem Text. |
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Seit dem 1.07 2003 gilt in Deutschland eine neue Einberufungspraxis zu dem Grundwehrdienst. Die neue Praxis besteht aus folgenden Punkten:
- Absenkung der Heranziehungsgrenze vom 25. auf das 23. Lebensjahr
- Keine Heranziehung von Verheirateten und in eingetragenen Lebenspartnerschaften lebenden Wehrpflichtigen
- Nicht-Einberufung von "T3"-gemusterten Wehrpflichtigen (Anmerkung: T3 = ein niedriger Tauglichkeitsgrad)
- Abiturienten und Fachoberschüler
Wehrpflichtige mit Hochschul- oder Fachhochschulreife werden zunächst nicht zu dem Wehrdienst herangezogen, wenn sie einen Ausbildungsvertrag für eine betriebliche Ausbildung abgeschlossen haben. Die Zurückstellung gilt bis zu dem Ende der betrieblichen Ausbildung, der dann die Einberufung zu dem Wehrdienst folgt. Bereits zugestellte Einberufungsbescheide werden widerrufen. Nach der Berufsausbildung ist eine Einberufung bis zu dem 25. Lebensjahr möglich. Die Regelung gilt nicht für Abiturienten oder Fachoberschüler die ein Studium aufnehmen wollen.
Buch-Tipp: Y-Reisen. Der kleine Bundeswehr-Ratgeber Alles wahr. . . . . . . . . . . . . irgendwie! Also nach dem ich meinen Grundwehrdienst jetzt schon knapp 4 Jahre hinter mir habe und dieses Buch schon eben so lange besitze, kann ich recht neutral den Inhalt mit der Wirklichkeit vergleichen. Das Buch ließt sich recht lustig für Leute die entweder noch nicht beim Bund waren oder ihre Bundeswehrzeit... |
Argumente für und wider die Wehrpflicht | |
Die Diskussion unterscheidet ethische und juristische Argumente. Während die auf ethischen Begründungsmodellen fußenden Argumente zu dem Rechtfertigungsproblem der Ethik führen, müssen sich die juristischen Argumente national immerhin an den ersten vier Beschreibungen des Grundgesetz messen lassen und international an der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen.
Die Diskussion über die Wehrpflicht ist nicht gleichbedeutend mit der Diskussion über das für und wider einer Armee, hängt aber mit ihr zusammen.
Desweiteren werden Analogien zur Schulpflicht und zur Steuerpflicht gezogen. Aus dem für und wider der einen Pflicht läßt sich jedoch nicht auf die Befürwortung oder Ablehnung einer anderen Pflicht schließen.
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Volkswirtschaftliche Argumente | |
Aus volkswirtschaftlicher Sicht hindert die Wehrpflicht Menschen während ihres Wehrdienstes daran, den Beruf, für den sie am besten qualifiziert sind, auszuüben. Gerade junge Menschen, die gerade ihre Schullaufbahn beendet haben, können aber mit ihrem Wissen die Volkswirtschaft formen. Während der Wehrpflicht, die einen nicht unerheblichen Teil der Lebensarbeitszeit ausmacht, haben sie dazu keine Gelegenheit. Potenzielle Berufssoldaten werden in andere Berufe gedrängt, ihre potenzielle berufliche Qualität als Soldat geht der Volkswirtschaft somit verloren. Kritiker befürchten sogar, Wehrpflichtige könnten ihre in der Schule erworbenen Fähigkeiten zu einem Teil während der Dienstzeit wieder verlernen. Somit ist die Wehrpflicht in zweifacher Hinsicht ein Standortnachteil.
Zivil- und Grundwehrdienstleistende erhalten häufig eine weit kleinere Entlohnung als auf dem freien Markt durch Mindestgehälter möglich wäre. Obwohl das Gesetz es verbietet, übernehmen Zivildienstleistende häufig Arbeiten, die sonst von Arbeitnehmern, die nicht unter Zwang arbeiten, erledigt würden. Sie blockieren so Arbeitsplätze und schwächen die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer.
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Wehrpflichtgegner können sowohl für als auch gegen eine Armee sein, während Wehrpflichtbefürworter folglich auch gleichzeitig für eine Armee sind.
Da eine Befürwortung der Wehrpflicht mittels ethischer Begründungsmodelle immer zu dem Rechtfertigungsproblem der Ethik führt und dieses nicht lösbar ist, kann die Wehrpflicht letztendlich nicht mittels ethischer Argumente begründet werden.
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In der Schweiz gilt für männliche Bürger gemäß Art. 59 Bundesverfassung die allgemeine Dienstpflicht. Für Schweizerinnen ist der Militärdienst freiwillig. Die Wehrpflicht dauert gemäß Art. 13 Militärgesetz in der Regel vom 20. bis 34. Altersjahr. Die Pflichtigen werden solange zu Wiederholungskursen aufgeboten, bis eine dienstgradbezogene Anzahl von anrechenbaren Tagen erreicht ist. Für die Mannschaftsdienstgrade beträgt diese Zahl höchstens 260 Tage.
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In Österreich gilt die allgemeine Wehrpflicht für alle männlichen Staatsbürger vom 18. bis zu dem 50. Lebensjahr, für Offiziere und Unteroffiziere bis zu dem 65. Lebensjahr. Bis zu dem 36. Lebensjahr können Wehrpflichtige zu dem Grundwehrdienst eingezogen werden. Die Dauer des Grundwehrdienstes beträgt 8 Monate, wobei immerhin 6 Monate ohne zeitliche Unterbrechung geleistete werden müssen. Die fehlenden Monate werden über den Zeitraum von mehreren Jahren durch Waffenübungen ergänzt. Bis alle 8 Monate abgeleistet sind, befindet sich der Wehrpflichtige in dem Milizstand.
Anstelle des Militärdienstes ist auch ein Wehrersatzdienst oder Zivildienst möglich. Dieser dauert 12 Monate und kann bei verschiedenen Organisationen abgeleistet werden.
Frauen haben grundsätzlich keine Wehrpflicht, können aber den Wehrdienst freiwillig ableisten.
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In Tunesien unterliegen Männer und seit März 2003 auch Frauen der Wehrpflicht (1 (http://www.afrik.com/article5458.html)).
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Heere, die aufgrund einer allgemeinen Aushebung aller wehrfähigen Männer aufgestellt wurden, gab es in der Geschichte stets wieder, etwa das Heer der römischen Republik oder Bürgergarden in Städten. Auch der preußische Staat befand sich mit dem Kantonssystem (Wehrfähige eines Gebietes waren für bestimmte militärische Einheiten enrolliert)auf dem Weg zu einer Wehrpflichtigenarmee.
Das Frankreich der großen Französischen Revolution war der erste europäische Staat, der seine Armee mit der Levée en masse fast ausschließlich aufgrund einer allgemeinen Wehrpflicht organisierte. (Daneben gab es noch Freiwillige.)
Preußen kopierte dieses Vorbild und führte in dem Zuge der preußischen Reformen auch die allgemeine Wehrpflicht ein. Damit war eine grundsätzliche Aufwertung des Soldatenstandes verbunden, galten Soldaten bisher doch als gesellschaftlich deklassiert - jetzt, wo auch Bürgersöhne zur Armee eingezogen wurden, galt Militärdienst als Ehrendienst entehrende Körperstrafen wurden folgerichtig abgeschafft.
Nach den Befreiungskriegen wurde die Wehrpflicht in Preußen konsequent beibehalten, mit der Ausnahme, dass Angehörige der "gebildeten Stände" sich als so genannte "Einjährige" melden konnten.
In den anderen deutschen und europäischen Staaten wurde unter den tauglich gemusterten die erforderliche Anzahl von Rekruten durch Los bestimmt, der geloste konnte aber einen Ersatzmann stellen, weshalb in der Armee eher Männer aus ärmeren Schichten dienten.
Im Kaiserreich setzte sich das preußische gegen alle anderen Rekrutierungssysteme durch, hatte es doch seine Effizienz in dem Krieg 1870/71 eindrucksvoll bewiesen.
Auch in der Weimarer Republik und in dem Dritten Reich hielt man an der Wehrpflicht fest, ca. wurde in dem Dritten Reich in dem Zuge der Volksgemeinschaft der "Einjährige" abgeschafft und von den Offizieren wurde erstmals gefordert, auch die Mannschaften als Kameraden zu betrachten.
Während der Zeit der Teilung Deutschlands unterlagen Bürger Westberlins nicht der Wehrpflicht.
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